Tag des Europäischen Designs 2009:
Damit soll die Bedeutung von Design als wichtiges Innovationsinstrument für Europas Wirtschaft ins Blickfeld gerückt werden. »Design ist auf dem Weg, ein integraler Bestandteil des europäischen Innovationsgedankens zu werden«, meinte BEDA-Präsident Jan R. Stavik.
Design als Innovationsinstrument
In den letzten Jahren hat BEDA alles darangesetzt, um die Europäische Kommission davon zu überzeugen, Design auf die Innovationsagenda zu setzen. Eine Zusammenkunft zwischen Vertretern von BEDA und Kommissionspräsident José Manuel Barroso im Jahr 2008 ist äußerst konstruktiv und vielversprechend verlaufen und hat zu einem weiteren entscheidenden Treffen mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Günter Verheugen, geführt.
Bisheriges Ergebnis der Anstrengungen von BEDA ist ein umfassendes und in seiner Art einzigartiges Arbeitspapier der Generaldirektion »Unternehmen und Industrie« der Europäischen Union, das diesen Frühsommer zur Konsultation veröffentlicht wurde. Darin wird Design klar als Instrument bezeichnet, das ausschlaggebend für die Umsetzung von Innovation ist. Die Konsultation brachte eine beträchtliche Anzahl von Stellungnahmen aus ganz Europa und darüber hinaus. Der Bericht der Europäischen Kommission spricht von überzeugenden Ergebnissen: »Unternehmen, die in Design investieren, sind in der Regel innovativer, schreiben höhere Gewinne und wachsen schneller als andere. Auf volkswirtschaftlicher Ebene besteht ein enger positiver Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Design und der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes.«
Europäische Wettbewerbsfähigkeit auf Vordermann bringen
»Die Europäische Kommission betrachtet Design als unverzichtbares Instrument, um den Graben zwischen Kreativität und Innovation zu überbrücken. Wir haben einen echten Durchbruch für Design in Europa erreicht, der die künftige Wettbewerbsfähigkeit Europas auf Vordermann bringen kann», so Jan R. Stavik. Der BEDA-Präsident betonte, dass viele Länder Europas von der Kreditkrise in einer Phase schwer getroffen sind, in der gerade andere Weltregionen verstärkt in den internationalen Wettbewerb eintreten. Stavik weiter: »Design spielt eine wichtige Rolle, um die europäische Wirtschaft und ihre Unternehmen überlebensfähig zu machen«.
Der BEDA-Präsident warf jedoch ein, dass vor vielen europäischen Betrieben und Organisationen noch ein gutes Stück Weg liegt, um das Entwicklungspotenzial und die wirtschaftliche Stärke von Design auch wirklich voll nützen zu können. Auf politischer Ebene gäbe es unter den einzelnen Ländern Europas starke Schwankungen in Sachen Design-Know-how. »Design lässt Innovation benutzerorientierter werden. Das hilft den Betrieben, bessere und wettbewerbsfähigere Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Schwierige Zeiten, Preisdruck und verstärkter Wettbewerb aus anderen Teilen der Welt bedeuten, dass Europa alle nur möglichen Vorteile für sich einsetzen muss, um in diesem Kampf vorne zu bleiben. Hier kommt Design ins Spiel, ein lebenswichtiges Instrument für Innovation«, betonte Stavik.
BEDA wurde 1969 gegründet, um ein aufgesplittertes Europa in Designfragen zu vereinen. Ursprünglich als Interessensgruppe für Designer eingerichtet, hat sich BEDA in den letzten Jahren vor allem auf die Bedeutung konzentriert, die Design zukommt, um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen sicherzustellen. BEDA mit Sitz in Brüssel zählt über 40 Mitglieder – Designverbände, -zentren und -ausbildungsstätten – in 23 Ländern. Der derzeitige Vorstand ist mit einem norwegischen Präsidenten, einem britischen Vizepräsidenten und neun Mitgliedern aus Österreich, Belgien, Estland, Finnland, Großbritannien, Luxemburg, Portugal, Slowenien, Spanien und Schweden besetzt. Nähere Informationen über den europäischen Designerverband finden Sie unter www.beda.org.
