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Das Guckkastenmuseum
in Hardegg

In Hardegg der kleinsten Stadt Österreichs im Norden des Landes an der tschechischen Grenze wurde im Rahmen eines Stadtfestes vom 18.–20. 9. am Sonntag um 11 Uhr ein neue Heimatmuseum offiziell eröffnet: das Guckkastenmuseum Hardegg. Programm siehe www.kulturpunkt.hardegg.com

Die Gestaltung, Einrichtung, Organisation und Koordinaion sowie das Design der Werbemittel lag in den Händen von Mag. art. Rosi Grieder-Bednarik (Grafikdesignerin, DA), unterstützt von Herbert und Karin Bednarik (Fotograf und Videofilmerin).
Die Bezeichnung Guckkastenmuseum beschreibt die exklusive Kleinheit des Museums und soll gleichzeitig die Neugierde der Menschen wecken.

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jh. war der Guckkasten eine beliebte Jahrmarktsattraktion in ganz Europa. Die Guckkastenbilder mit Ansichten von europäischen Sehenswürdigkeiten, aber auch exotischen Szenen und theatralischen Darstellungen, prägten das Bild breiter Volksschichten von der „weiten Welt”. Der Guckkasten gilt als eines der ersten Massenmedien. Er war das „Fernsehen” der damaligen Zeit.
Der Guckkasten im Zentrum des Raumes – einem Klassenzimmer der ehemaligen Hardegger Volksschule – bietet die Möglichkeit kurze Filme und historische Bilderbögen zu betrachten. Er erlaubt einen Blick in die Vergangenheit, wird sich mit der Zeit aber durch sein wechselndes Programm über aktuelle Themen der Stadtgemeinde Hardegg zu einer Art Film-Chronik entwickeln.
Denn neben der Vergangenheit soll auch die Gegenwart und Zukunft einen Platz im Museum haben. Das Guckkastenmuseum als Museum der gesamten Großgemeinde bietet allen neun Katatralgemeinden (Felling, Hardegg, Heufurth, Mallersbach, Merkersdorf, Niederfladnitz, Pleissing, Riegersburg, Waschbach) und ihren Vereinen die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Anlässen (z.B. Jubiläen) hier zu präsentieren. Geeignete Objekte können dafür zusätzlich aus dem Museumsarchiv verwendet werden, Videofilme im Guckkasten kann man darauf abstimmen.

Lange Zeit waren die Objekte des ehemaligen Hardegger Heimatmuseums an verschiedenen Orten gelagert. Nun haben sie zum Teil im Guckkastenmuseum sowie in einem neuen Archiv einen dauernden Platz gefunden.
Nach der Sichtung der vorhandenen Objekte, welche auch in einer Filemaker-Datenbank erfasst und fotografiert werden (diese Aufarbeitung, basierend auf händisch geführten Katalogen aus den Neunzigerjahre, ist noch nicht abgeschlossen), wurden passende Ausstellungsstücke ausgewählt. 20 A1-große Poster zur Geschichte Hardeggs und verschiedenen Schwerpunkten, wie Grenze, Sommerfrische, Gewerbe, Bauernleben …, hängen im oberen Drittel der Wände, darunter ergänzen passende Objekte und Dokumente das Bild.

Träger des Museums ist die Stadtgemeinde Hardegg. Die Errichtung wurde unterstützt durch eine Förderung des Landes Niederösterreich und einem Preis aus dem Ideenwettbewerbe 08 der NÖ Dorf- & Stadterneuerung.


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Das Logo des Museum
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