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Produktkommunikation und nationale Symbole

Der Historiker Oliver Kühschelm vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Uni Wien untersuchte in einem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt die Rolle von Konsumgütern – Lebensmitteln des täglichen Gebrauchs und Autos – bei der Ausbildung österreichischer Identität ab den 50er-Jahren.

Almdudler, Manner-Schnitten, Puch 500 oder Meinl-Kaffee sind zu »nationalen Symbolen« geworden und vermitteln nachhaltiger und plausibler als traditionelle Symbole der Politik und Hochkultur ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Ähnliches gilt für »Schweizer Schokolade«; Vespa und Pasta oder Trabi und Lada sind Imageträger für Italien bzw. den ehemaligen Ostblock.

Dies war der Ausgangspunkt für die Wissenschafts-Konferenz »Produktkommunikation und die Nationalisierung des Konsums«, die vom 1. bis 3. Oktober 2009 in Wien tagt.
Am 2. Oktober drehen sich die Gespräche z.B. um »Branding nationaler Identitäten – (nur) eine List von Unternehmen?« und »Die (Ent)Nationalisierung von Werbung«, am 3. Oktober um »Wohnraum nationaler Identität« und »Nährung komplexer Identitäten«, Themenbereiche die sicherlich nicht nur für Wirtschaftsfachleute, sondern auch für Designerinnen und Designer von Interesse sind.

Das vollständige Programm ist zu finden unter: http://kalender.univie.ac.at/

Am 12. und 13. November wird die Debatte um Konsum und Nation bei einer Follow-up-Tagung fortgesetzt.

Veranstalter: Oliver Kühschelm, Franz X. Eder (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte), Hannes Siegrist (Universität Leipzig)
Ort: Springer-Schlössl, Tivoligasse 73, 1120 Wien

Kontakt:
Oliver Kühschelm, Universität Wien, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte
+43-1-4277-413 33
mailto:oliver.kuehschelm@univie.ac.at

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